Die „Powerpoint-Fallen“ und wie Sie sie umgehen
Sie kennen das Bild: Eine riesige Projektionsfläche im Mittelpunkt. Der Referent an den Rand der Bühne gedrängt und halb mit dem Rücken zum Publikum, schaut hinter sich an die Wand und erzählt das, was alle dort sehen. Und dann fragen sich viele nach der Präsentation, warum auch dieser Vortrag wieder so anstrengend und/oder langweilig war!
Falle #1: Die Folien sind nicht das Wichtigste!
Leider sind die meisten Präsentations- und Konferenzräume so aufgebaut, dass der Fokus auf der Projektionsfläche liegt. So rückt sie ganz natürlich ins Zentrum. Doch da gehört sie gar nicht hin. Das wichtigste an einer Präsentation ist nämlich in meisten Fällen nicht der Foliensatz an der Wand. Sondern der Referent. Folien und Projektionsfläche sind nur Hilfsmittel. Der Referent sollte immer im Fokus stehen!
Falle #2: Präsentation und Handout sind zwei völlig verschiedene Dinge!
Die zweite grobe Fahrlässigkeit, die jede Präsentation sabotiert: Auf der Powerpoint-Folie stehen Fließtexte! Und zwar genau die, die der Referent gerade auch mündlich vermittelt. Das stellt jeden Zuhörer (oder eher: Zuschauer) vor ein Dilemma: Soll man nun zuhören oder mitlesen? Spätestens hier wird es sehr anstrengend. Die Projektionsfläche sollte immer unterstützend zu dem genutzt werden, was erzählt. Und zum Zeigen dessen, was man nicht erzählen kann. Sonst nimmt die Folie dem Referenten die ganze Aufmerksamkeit.
Deshalb meine klare Empfehlung: Unterscheiden Sie immer zwischen Handout und Präsentation. Das Handout ist ausführlich und selbsterklärend. Die Präsentation nicht. Auf die Projektionsfläche gehören nur Elemente, die man nicht erzählen kann bzw. mündlich erläutern sollte: Bilder, Videos, Grafiken, Diagramme, Statistiken. Gerne auch einzelne Wörter oder Sätze sowie maximal 7 Bulletpoints pro Folie, um das Gesagte zusammenzufassen oder visuell zu verankern.
Wenn Sie Handouts erstellen, fangen Sie mit dem ausführlichen Handout-Dokument an, duplizieren Sie das Dokument und reduzieren Sie die Texte pro Folie wie oben erwähnt. Es geht schneller als man denkt und macht Ihre Präsentation deutlich funktionaler. Ihre Zuhörer werden es Ihnen danken – und mehr im Kopf behalten als bisher!
Falle #3: Monologisieren statt interagieren!
Was ist wohl das wichtigste Element einer Präsentation? Nicht die Powerpoint-Folie und auch nicht der Referent. Die Zuhörer! Die meisten Referenten sind gefangen in ihren Inhalten und meinen, ihr hart erarbeiteter Content sei interessant genug. Das führt zu langen Monologen, die genau so ermüdend und anstrengend wirken, wie das oben erwähnte Powerpoint-Karaoke. Um die Zuhörer bei der Stange zu halten, braucht es mehr: Interaktion und Beteiligung und dazu eine gute Dosis Storytelling – am besten persönlich und vor allem authentisch. Dazu braucht man weder Schauspielstudium, Moderatoren-Ausbildung noch Rhetorikseminare. Authentizität und ein paar einfache Grundregeln und Tipps reichen völlig aus, um Ihr Publikum wirklich zu erreichen und zu gewinnen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen und Ihre Unternehmens-, Vertriebs und sonstige Präsentationen sehr effektiv und nachhaltig gewinnbringend gestalten möchten, unterstützen wir Sie gerne. Setzen Sie sich mit uns telefonisch oder per E-Mail in Verbindung und informieren Sie sich über unseren Präsentations-Workshop.
© Copyright/Autor: Eugen Lakkas – weitere Publikationen